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Daniel beendet seine Chemotherapie

Cristina und Nicolai leben in der Hauptstadt Chisinau. Ihr Sohn Daniel kämpft seit 2015 mit Leukämie. Daniel ist auf dem Weg der Besserung, aber er ist noch nicht gesund. Seine Chemotherapie ist beendet, aber er braucht dringend weitere Medikamente um seinen Gesundheitszustand zu verbessern. Cristina und Nicolai haben sich sehr angestrengt um die Familie zu versorgen.

Nicolai arbeitet in der staatlichen Bäckerei und Cristina war eine Kinderbetreuerin, bevor sie sich beurlauben lassen musste damit sie sich um Daniel kümmern konnte. Ihr gemeinsames Monatseinkommen beträgt etwa 600 €, womit sie ihre Schulden bezahlen und das Essen für die Familie einkaufen müssen. Cristinas Vater und Nicolais Mutter leben zusammen mit ihnen und den 4 Kindern in einer 3-Zimmer Wohnung. Die Familie steht unter enormem Druck Schulden von Critinas Mutter zurück zu zahlen, die sie nach deren Tod geerbt hatte. Und der Vermieter droht damit, die Wohnung räumen zu lassen wenn sie nicht zahlen. Zu allem Überfluss hatte sich Daniels Zustand vor ein paar Monaten wieder verschlechtert und er brauchte intensive Pflege im Krebskrankenhaus von Chisinau. Cristina sagt uns, dass sie sich nichts Schlimmeres vorstellen kann, als Daniel pflegen zu müssen wenn sie keine Wohnung mehr haben.

Die Krebsallianz übernahm die Kosten für die letzten Zyklen der Chemotherapie von Daniel, der jetzt schon 8 Jahre alt ist und die Therapie inzwischen beendet hat. Er kann jetzt nach Hause, bei seinen Geschwistern sein und Lego spielen, was er für sein Leben gerne tut.

Aber die schweren Zeiten sind bei weitem noch nicht vorbei. Obwohl es Krebspatienten in Chisinau leichter haben an gute Medikamente zu kommen als viele der Patienten die in den ländlichen Gegenden in Moldawien leben, gibt es immer noch einen eklatanten Unterschied zwischen der Versorgung mit und Qualität der Arzneimittel in Moldawien und den entwickelten Ländern. Daniel braucht ein Medikament namens Purinethol um auch nach seinem Krankenhausaufenthalt gesund zu bleiben. Dieses Medikament ist schwierig zu bekommen und sehr teuer, wenn man es im Ausland kauft. Cristina bekam einige Dosen von anderen großzügigen Patienten im Krankenhaus, aber meist muss Daniel ohne auskommen, weil sie einfach nicht das Geld hat um es zu kaufen.

Die Familie arbeitet weiterhin hart um Daniels Gesundheit zu erhalten. Auf einem Projektbesuch trafen wir uns vor kurzem mit Daniel, Cristina and Nicolai. Sie dankten unseren Spendern von Herzen für die Unterstützung.