Psychologische Unterstützung für Krebspatient*innen: Das neue Projekt WeCareForCancerCare
Unsere Partnerorganisation, das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Medizinischen Hochschule Brandenburg, widmet sich der Aufgabe, die Erfahrungen von Menschen, die direkt oder indirekt von Krebs betroffen sind, für die Gestaltung der Gesundheitsversorgung nutzbar zu machen.
Teil unserer Partnerschaft mit der Hochschule ist es, die Entwicklung von therapeutischen, wissenschaftlichen und kommunalen Angeboten für Krebsbetroffene und Betroffene anderer chronischen Erkrankungen zu unterstützen.
Wie in nahezu allen Regionen Deutschlands ist auch in Brandenburg Krebs eine der am häufigsten auftretenden chronischen Erkrankungen. Neben den Belastungen für das Gesundheitssystem führt eine Krebsdiagnose bei Patient*innen und ihrem sozialen Umfeld oftmals zu einer enormen psychischen Belastung
In diesem Rahmen werden am Institut in regelmäßigen Abständen Workshops durchgeführt, in denen Forschungsergebnisse des Instituts bzw. Daten des Projekts „www.krankheitserfahrungen.de“ zu Fallvignetten aufbereitet, in Kleingruppen reflektiert und anschließend durch die Teilnehmenden zu konkreten praxisorientierten Handlungsempfehlungen weiterentwickelt werden.
Für die Workshops werden je nach Thema unterschiedliche Akteure aus der Selbsthilfe sowie aus verschiedenen Verbänden eingeladen. Wichtig bei der Wahl der Akteure sind neben der thematischen Relevanz auch Kenntnisse regionaler rechtlicher, politischer, infrastruktureller und kultureller Bedingungen der jeweiligen Gesundheitsversorgungssystetme. Durch Einbeziehung dieser sehr unterschiedlichen Akteursgruppen soll dabei vor allem die Machbarkeit der praktischen Umsetzung der Handlungsempfehlungen, sowie die angemessene Einbeziehung der in Brandenburg von Krebs betroffenen Menschen in die Handlungsempfehlungen ermöglicht werden.
WeCareForCancerCare ist somit als Transferprojekt zu sehen, welches das Ziel verfolgt, die Lebens- und Versorgungswirklichkeiten von Menschen mit Krebserfahrungen aktiv in die Forschungstätigkeiten des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie zu integrieren.