Vereinigung LANA zur fundierten Unterstützung von Brustkrebspatientinnen

Fundierte Unterstützung von Brustkrebspatientinnen durch LANA

LANA wurde als Reaktion auf den Mangel an psychologischen Betreuungsangeboten in Palästina gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brustkrebspatientinnen während ihrer gesamten Behandlung mit unverzichtbarer psychologischer Unterstützung zu begleiten. Die Organisation geht damit auf die Bedürfnisse von Brustkrebspatientinnen ein, die oft mit einer lebensverändernden Situation konfrontiert sind und regelmäßige Unterstützung benötigen, wenn es darum geht, sich mit Behandlungsmöglichkeiten, den Nebenwirkungen der Chemotherapie, der Ernährung und vielen anderen Aspekten auseinanderzusetzen.

Nivin Odeh gründete LANA, nachdem bei ihr Brustkrebs diagnostiziert worden war und sie selbst erfahren hatte, welche Herausforderungen die Konfrontation mit der Krankheit und die Behandlung mit sich bringen. Sie hatte nicht nur das Gefühl, dass es in jeder Phase einen Mangel an psychosozialer Unterstützung gab, sondern es schien auch kaum ein Bewusstsein für die Notwendigkeit einer solchen Betreuung zu bestehen. Dank Nivins Stärke und Mut, dies zu ändern, ist LANA heute eine eingetragene NGO mit einem festen Vorstand aus Ärzten und Psychologen, die ihre Arbeit unterstützen. Die nächsten Schritte bestehen darin, Schulungen für Sozialarbeiter und Pflegekräfte zu entwickeln, die ihnen die notwendigen Kompetenzen vermitteln, um Brustkrebspatientinnen auf ihrem Weg der Genesung zu begleiten.

Im Rahmen unserer Mission bei der Krebsallianz haben wir in der Vergangenheit eine Reihe psychosozialer Fortbildungen für Krebs- und Palliativpflegekräfte unterstützt. Wir freuen uns, dass LANA nun ein neuer Partner ist und seit Anfang 2025 eigene Fortbildungen durchführt.

Psychosoziale Unterstützung

Das ursprüngliche Programm begann mit Schulungen für Pflegekräfte und Sozialarbeiter. LANA organisierte die Schulung zum Thema „patienten- und familienzentrierte Pflege“, die von Tamer Aljafari, einem Palliativpfleger und Koordinator, sowie der Trainerin für psychische Gesundheit Muna Odeh geleitet wurde. Beide verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Schulung von medizinischem Fachpersonal und tragen aktiv dazu bei, die angebotenen psychologischen Betreuungsangebote in Krankenhäusern und Kliniken in Bethlehem zu verbessern.

Die Schulungen für Pflegekräfte und Sozialarbeiter mit vielen Teilnehmern waren ein Erfolg. Die Teilnehmer gaben an, dass sie die Inhalte für ihre tägliche Arbeit als sehr nützlich empfanden. Darüber hinaus war dieses erste Programm darauf ausgerichtet, vier Fachkräfte (zwei Pflegekräfte und zwei Sozialarbeiter) auszubilden, die direkt bei LANA angestellt werden sollten. Ihre Aufgabe bestand darin, Brustkrebspatientinnen, die bereits mit LANA in Kontakt standen, während ihrer gesamten Genesungsphase zu begleiten.

Diese vier Fachkräfte wurden aufgrund ihrer bisherigen Erfahrung, ihrer Teilnahme an der Fortbildung sowie eines Abschlussgesprächs nach der Fortbildung ausgewählt. Die Sozialarbeiter und Pflegekräfte sind im Beit-Jala-Krankenhaus in Bethlehem tätig.

Das Hauptziel des Programms zur psychosozialen Betreuung bestand darin, die praktischen Fähigkeiten, das klinische Wissen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Sozialarbeit-Auszubildenden im Krankenhausumfeld zu verbessern. Wie viele Gesundheitseinrichtungen in Palästina verfügt auch das Beit-Jala-Krankenhaus über keine eigene Abteilung für psychosoziale Betreuung innerhalb seines Personals. Die Einbindung der Sozialarbeiter sollte den Patienten einen sicheren und unterstützenden Raum bieten, in dem sie – fernab von ihren Angehörigen – ihre Gefühle frei zum Ausdruck bringen konnten, und ihnen helfen, ihre Gefühle in einem vorurteilsfreien Umfeld zu verarbeiten.

In der ersten dreimonatigen Phase des Programms sahen sich die Sozialarbeiter mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, darunter das Fehlen eines separaten Raums für Gespräche mit den Patienten, lange Wartezeiten bis zur Nachbetreuung sowie die Stigmatisierung der psychologischen Betreuung. Dies führte oft dazu, dass Patienten zögerten, über ihre Erfahrungen zu sprechen, da sie das als zusätzliche emotionale Belastung empfanden. Dennoch führten die Sozialarbeiter zahlreiche Gespräche mit Patienten, die angaben, dass die Sitzungen hilfreich gewesen waren und sie Fähigkeiten erworben hatten, die ihnen helfen, mit dem Stress der Behandlung und ihrer Genesung nach der Krebserkrankung umzugehen.

Während die Sozialarbeiter aktiv nach bei LANA registrierten Patientinnen suchten, konnten die an den Schulungen teilnehmenden Pflegekräfte das patientenzentrierte Training in ihren täglichen Umgang mit den Patientinnen integrieren. Ziel des Programms war es, eine evidenzbasierte Schulungen zu Diagnose, Behandlung und Symptommanagement bei Brustkrebs anzubieten und Kompetenzen in der ganzheitlichen Palliativversorgung zu entwickeln (z.B. in den Bereichen Schmerztherapie, psychosoziale Unterstützung und Kommunikation am Lebensende). Außerdem wurde durch einfühlsame und fachkundige Pflege der Fokus auf die aktuelle Lebensqualität der Patientinnen gelegt. Die vollständigen Berichte der beiden Pflegekräfte Aseel Al Butmeh und Saher Al Hroub finden Sie hier.

Die Krebsallianz freut sich sehr, mit dem Verein LANA einen neuen Partner gefunden zu haben, und wir sehen der Fortsetzung seines Programms zur psychosozialen Betreuung in der Zukunft erwartungsvoll entgegen.