Weltkrebstag

Wir können. Ich kann.

Weltkrebstag ist am 4. Februar 2017

Jedes Jahr will die UICC, die Internationale Vereinigung zur Krebsbekämpfung, mit Veranstaltungen zum Weltkrebstag auf das Thema Krebs aufmerksam machen. Die Kampagne zum Weltkrebstag will noch mehr Menschen erreichen, indem sie auf Lösungsansätze zur Krebskontrolle hinweist. Diese Lösungsansätze haben verschiedene Ebenen, von Vertretern der breiten Öffentlichkeit bis zu Regierungsmitgliedern, im Fokus. Maßnahmen zur Bekämpfung von Krebs müssen ganz oben auf der Agenda zur Gesundheitsentwicklung in den kommenden Jahren stehen, um die globale Last von Krebsleiden zu mindern.

Für die nächsten beiden Jahre lautet der Kampagnenslogan: „Wir können. Ich kann“. Wie können wir die globale Last an Krebserkrankungen mindern? Was können wir tun um die Auswirkungen der Krankheit auf Individuen, Familien und Gemeinschaften zu mindern? Hier sind einige der Ansätze, die die UICC zum Weltkrebstag 2017 veröffentlichen will:

  • Wir können Krebs verhindern
  • Wir können Wahrnehmungen in Frage stellen
  • Wir können uns zusammentun, um Veränderung herbeizuführen
  • Wir können den Zugang zu Krebsbehandlungen verbessern
  • Ich kann mich für einen gesunden Lebensstil entscheiden
  • Ich kann um Hilfe bitten
  • Ich kann meiner Stimme Gehör verschaffen

Die Krebsallianz ist Mitglied der UICC and setzt sich dafür ein, den Zugang zu Krebsmedikamenten zu erleichtern. Durch unsere Partner in vielen unterentwickelten, sowie Schwellenländern wie Honduras, der Dominikanischen Republik, Moldawien und Mali, werden die ernsten Folgen von Krebs für arme Familien und Gemeinschaften für uns sehr sichtbar. Wir glauben, dass niemandem eine Behandlung vorenthalten werden sollte, nur weil er arm ist. Wir wollen hier nur einen dieser Menschen vorstellen, denen wir helfen konnten:

Oliver Castillo Bustillo
Oliver ist ein energiegeladener und neugieriger 12 jähriger, der die letzten 4 Jahren mit dem Kampf gegen Leukämie zubringen musste. Oliver lebte in einer kleinen honduranischen Gemeinde namens Trojes, nahe der nicaraguanischen Grenze. Er ist der älteste von drei Geschwistern und seine alleinerziehende Mutter Maria arbeitet hart als Putzfrau; dennoch ist die Familie arm und es reicht hinten und vorne nie. Olivers Leiden begann mit Nasenbluten, dann begann er Blut zu husten und hatte unerklärliche Prellungen. Aber es gab keine Behandlung, weil die Familie kein Geld für einen Arzt hatte. Omar, ein freundlicher Nachbar der Bustillos machte sich schließlich Sorgen um Oliver und brachte ihn zum Doktor.

Die Diagnose Leukämie war ein totaler Schock für diese Familie, die täglich darum kämpfen muss, nur das Nötigste zu beschaffen. Maria war verzweifelt. Womit sollten sie denn die Medikamente bezahlen? Omar, der die Familie gut kennt, nahm sie unter seine Fittiche. Er fand ein kleines Holzhaus für sie und zog selbst um, damit die Familie näher an der Hauptstadt Tegucigalpa sein konnte. Oliver wurde ins Escuela Krankenhaus eingeliefert, das einzige Krankenhaus in Honduras, das eine Kinderkrebsstation hat. Viele Familien, wie die von Oliver, die in Armut leben und sich keine Krankenversorgung leisten können, haben nicht soviel Glück. Die Onkologen im Escuela Krankenhaus sind fürsorglich und kompetent, aber die Regierung gibt nur sehr wenig Geld für Medikamente aus -- wenn überhaupt. Nur über Spenden gemeinnütziger Organisationen kann die Kinderkrebsabteilung manchmal Wunder bewirken. Und bei Oliver wurde sofort eine Chemotherapie begonnen. Sein Zustand begann sich zu bessern und schließlich konnte er das Krankenhaus verlassen. Kurz darauf kam es aber zum Rückfall und Maria konnte sich nur Alternativmedizin leisten, weil alle anderen Medikamente entweder zu teuer oder nicht verfügbar waren. Olivers Zustand verschlechterte sich, bis er eines Tages mit schrecklichen Schmerzen zusammen brach. Omar und Maria brachten ihn sofort ins Krankenhaus.

Dort hatte man gerade eine Spende an L’Asparaginase von der Krebsallianz erhalten. Dieses Medikament ist sehr wertvoll und für die Behandlung von Leukämie zugelassen. Oliver hatte Glück! Die Behandlung begann sofort, seine Symptome verschwanden und auch die Schmerzen wurden erträglicher. Wochen später war er zwar noch nicht über den Berg, aber sein Zustand hatte sich erheblich verbessert. Omar blieb mit der Familie in dem Vorort von Tegucigalpa, um sicherzustellen, dass sie gleich zur Stelle wären, wenn etwas mit Oliver sein sollte. Omar ist überaus dankbar für das Schicksal, das Olivers Leben rettete. Er unterdrückt das Schluchzen, wenn er versucht seinen Gefühlen Ausdruck zu geben. „Ich danke Gott und der Organisation, die dieses Kind aus seiner Pein gerettet haben. Gesegnet seien alle Menschen, die spenden und dafür Sorgen, dass diese Medikamente zu uns kommen – und mögen sie nie selbst in so eine Situation geraten“. Die Krebsallianz und der Weltkrebstag 2017 setzen sich dafür ein, dass Kinder wie Oliver die besten Chancen auf Heilung bekommen. Das können wir erreichen, indem wir eine Brücke zwischen effektiven und bezahlbaren Medikamenten bauen. UICC sagt dazu: Alle Menschen haben das Recht an diesen Maßnahmen gleichberechtigt zu partizipieren, unabhängig von ihrem Wohnort und ohne ruinöse wirtschaftliche Konsequenzen. Die Lücke zum Zugang zu qualitativ hochwertiger Versorgung zu schließen ist eine notwendige Voraussetzung, um die Behandlungserfolge und die Lebensqualität für alle von der Krankheit Betroffenen, einschließlich Kinder und Jugendlicher zu verbessern. Genauso wichtig ist es, auf die Bezahlbarkeit der Behandlung hinzuweisen, um Individuen und Familien vom finanziellen Ruin, als Folge der Eigenfinanzierung, zu bewahren. Wir können uns für einen verbesserten Zugang zu Krebsmedikamenten über den ganzen Behandlungsverlauf einsetzen.

Es gibt viele Wege, wie Sie beim Weltkrebstag mitmachen können: teilen Sie diese Geschichte auf den sozialen Medien, besuchen Sie die Webseite worldcancerday.org oder helfen Sie uns heute mit Ihrer Spende!