Nicaragua

Nicaragua

Nicaragua ist das größte und gleichzeitig am dünnsten besiedelte Land in Zentralamerika mit einer Bevölkerung von 5 Mio. Es grenzt im Norden an Honduras und im Süden an Costa Rica5 und ist das ärmste Land in dieser Region,  sowie das zweitärmste Land der westlichen Hemisphäre. Die Einkommensverteilung ist extrem ungleich, was zu hohen Armutsraten führt.

Die Lebenserwartung der Männer beträgt 70, die der Frauen 75 Jahre.Die verarmte indigene Bevölkerung hat in der Regel kaum Zugang zu Gesundheitsdiensten.

73% aller Todesfälle in Nicaragua gehen auf nicht-ansteckende Krankheiten zurück, wobei Krebs für mindestens 12% der Todesfälle verantwortlich ist.6

Die höchste Krebsinzidenz bei Männern hat Prostatakrebs und bei Frauen  der Gebärmutterkrebs. Jedoch sind die Befallszahlen von Prostatakrebs angeblich rückläufig, glaubt man einem Bericht von 2013.

Momentan entwickelt die Regierung einen Strategie- und Aktionsplan für die Kontrolle aller nicht-ansteckenden Krankheiten. Die Mortalitätsraten sind bei den Männern am höchsten bei Magenkrebs und bei den Frauen bei Gebärmutterkrebs.2

Bei Kindern (unter 16 Jahren) hat Leukämie die höchste Sterblichkeitsrate in Nicaragua, wie in ganz Zentralamerika. Diese Situation hat sich aufgrund des Mangels an Geld und Aufklärung verschärft: Wie in anderen Ländern mit niedrigen Einkommen wird die Erstdiagnose oft erst in einem späten Stadium gestellt. Auch ist der Zugang zu Medikamenten sehr eingeschränkt.

American Nicaraguan Foundation

Im Juli 1992 haben Alredo Pellas Junior, Theresa Pellas und Pfarrer Leon Palais die "American Nicaraguan Foundation" in Eigeninitiative ins Leben gerufen. Die ANF dient dem Zweck, Hilfe für Menschen in Armut zu leisten und deren Leiden in Nicaragua zu lindern  und die  Lebensqualität zu verbessern.

Die AFN wird als Non- Profit- Organisation in den USA anerkannt.

Die Aufgabe der ANF ist die Auswirkung der Armut, für die am meisten gefährdeten Gruppen, zu verringern, indem sie  die  notwendigen Hilfsgüter entweder direkt oder durch Partnerschaften zur Verfügung stellt. Mit Hilfe von lokalen Kooperationen werden diese Ressourcen dann verteilt, damit ein effektives und transparentes Verfahren gesichert ist.

Die Vision der ANF ist ein Nicaragua mit besseren  Möglichkeiten der Selbstversorgung und ein menschlicheres Leben für den ärmsten Teil der Gesellschaft.

Die Werte:  Solidarität - Großzügigkeit - Ehrlichkeit -Vertrauen- Zuverlässigkeit- Respekt.

Wie schaffen wir es?

Vertriebsnetzwerk

Mit einem weitverbreiteten Netzwerk lokaler Organisationen in Nicaragua wurde 2011 die Hilfe für 1.600 Organisationen geliefert. Das logistische Netz der ANF bedient alle 15 Gebiete,  auch in den autonomen Regionen (RAAS und RAAN) . In den letzten 20 Jahren wurden über 5000 Container (über 100,000 metrische Tonnen) verschifft, sowie Hilfsmittel im Wert von 1,5 Milliarden Dollar nach Nicaragua importiert.

Die ANF bietet notwendige Ressourcen, um die in  Armut lebende Gesellschaft zu unterstützen und  fördert verschiedenste Bereiche der Bildung, Gesundheit, Ernährung, nachhaltige Entwicklung und Notfallhilfe.

Seit 2006 arbeitet die Krebsallianz mit der ANF im Rahmen ihres Gesundheitsprogrammes zusammen. Das Ziel ist eine qualitätiv bessere Vorsorge anzubieten, medizinische Behandlungen und Möglichkeiten zu verbessern, als auch den Zugang zu Arzneimittel zu erleichtern.

In diesem Rahmen hat die Krebsallianz in der Vergangenheit besondere Bluterpräparate für die Stiftung zu Verfügung gestellt, starke Schmerzmittel für Patienten in der  Palliativversorgung, sowie lebenswichtige Chemotherapeutika ,die bei Gehirntumoren eingesetzt werden, gespendet.

Quellen

  1. https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/nu.html
  2. http://www.paho.org/hq/index.php?option=com_content&view=article&id=3225%3A2010-nicaragua&catid=2471%3Acountry-profile-rho&Itemid=2408&lang=en
  3. http://www.worldlifeexpectancy.com/country-health-profile/nicaragua
  4. http://www.hindawi.com/journals/ijpedi/2012/129707/
  5. http://www.infoplease.com/country/nicaragua.html
  6. http://www.who.int/nmh/countries/nic_en.pdf?ua=1